Regattazentrum Ottensheim

Ottensheim
2016
Rendering: TWO IN A BOX

Die Regattastrecke bzw das Regattazentrum in Ottensheim soll für die Ruder WM 2019 ausgebaut werden, um die Rahmenbedingungen für ein internationales Großereignis erfüllen zu können.

Entwurfsidee:
Im Westen des Bestandsgebäudes wurde ein neues zweigeschossiges Gebäude positioniert, das über eine im Süden gelegene Erschließungsspange mit dem bestehenden Regattagebäude verbunden ist und die barrierefreie Erschließung des Bestands ermöglicht.
Im Erdgeschoß wurde aufgrund der Hochwassergefahr nur die Bootshalle geplant. Die Fußbodenoberkante des Obergeschosses wurde 1,25M über die Hochwasser Marke des 100jährigen Hochwassers (= 261,30 MüA) positioniert. (laut Bauordnung nur 0,5M vorgeschrieben) Über zwei Außentreppen und einen Lift gelangt man in das Obergeschoß, welches alle höherwertigen Räume des Neubaus beinhaltet.
Das Gebäude wird im Süden / Westen und im Norden von einer großen vorgelagerten Terrasse umschlossen, die gleichzeitig als Erschließungsfläche dient. Diese bietet einerseits Zuschauern bei einem Wettkampf eine perfekte Aussicht auf das Renngeschehen, andererseits dem Restaurant eine herrliche Terrassenfläche. Im Süd/Westen des Gebäudes wurde ein neues hochwassersicheres Restaurant vorgesehen, mit wunderbarem Ausblick auf den Altarm der Donau.
An das Restaurant grenzt im Norden der Sportlerbereich mit einem Kraft- und Ergometerraum. Von diesen Räumlichkeiten genießt man wiederum den Ausblick auf den Altarm und hat bei gemäßigten Temperaturen die Möglichkeit die Ergometer zum Trainieren auf die vorgelagerte Terrasse zu stellen.
Das Dach wurde so geplant dass es im Wm – Fall mit mobilen Containern bestückt werden kann. Weiters wurde der Neubau des Regattazentrum aufstockbar geplant.

Konstruktion/Materialien:
Das Erdgeschoß wurde mit von außen sichtbaren Stahlbetonsäulen und einer aufgesetzten Stahlbetondecke konstruiert. Dieser Stahlbetontisch wurde höhenmäßig so positioniert, dass er ausreichend Schutz vor einem 300 jährigen Hochwasser bietet. Hinter den Stahlbetonsäulen bildet eine offene Holzlärchenschalung die Wände der Bootshallen. Dadurch bleiben die Boote von außen sichtbar und sind dennoch geschützt. Das Obergeschoß wurde in Holzleichtbauweise geplant. Als Fassadengestaltung wurde dem Gebäude im Obergeschoß eine senkrechte Holzlärchenschalung vorgehängt. Die Verwendung der Baumaterialien wurde auf das Bestandsgebäude abgestimmt. Dieses besteht ebenso aus einem massiven hochwassersicheren Erdgeschoß und einem Holzleichtbau Obergeschoß. Außerdem sind auch beim Bestandsgebäude Beton, Metall und Holz sichtbar.