Besucherinformationszentrum Windhaag

Windhaag
2015
Fotos: Kurt Hoerbst

Ortsbild
Der geplante Zubau erfolgt als turmartiger Solitärbaukörper „Gedächtnisturm“ der die bestehende Struktur des Waldhauses akzeptiert, den bestehenden Zubau entfernt und an dieser Stelle in minimaler Art an den Bestand andockt. Ein erdgeschossiger Anbau mit dem Medien- und Gruppenraum ergänzt die geforderten Flächen, diese könnte aber als Sparmaßnahme auch im Obergeschoß des Bestandes eingeplant werden. Im Erdgeschoß konterkariert eine horizontale Foyerzone die Turmidee und holt den Gartenbereich weit in den Altbau herein. An der Schnittstelle zwischen Altbau und Neubau bildet sich in einer klar ablesbaren Zäsur der logische Eingangsbereich ab. Der markante 3-geschoßige Turmbau soll als Markenzeichen erkennbar sein, und eine großzügige Geste als „Tor“ zum Gründen Band darstellen. Eine Aussichtsplattform am Dach rundet den Spaziergang durch die Erlebnisausstellung mit einem Blick in die Landschaft der Region ab.

Architektur
Der neue Baukörper ist als moderner Holzbau dem Altbau an die Seite gestellt. Die vertikale Form mit der begehbaren Dachlandschaft gilt als Zeichen für die „Zukunft Windhaag“ und steht als Symbolfigur für den Mittelpunkt der Museumsregion.

Funktionalität
Die gesamte neue vertikale Erschließung erfolgt im Neubau. Eine bandartige Ausstellungsgestaltung zieht sich hier großzügig durch die Lufträume des Turmes und verschmilzt in den einzelnen Geschoßen mit dem Bestand. Die Anbindung an das bestehende Waldmuseum erfolgt im Obergeschoß und Dachgeschoß in Form einer verglasten Brücke die immer wieder Ausblicke in die Naturfreiräume ermöglicht. Der Luftraum der ehemaligen Treppe wird zur vertikalen Grünzone mit erdgeschossiger Kaminecke umfunktioniert. Der Kamin sollte sich hier über alle drei Geschoße erstrecken und an dieser Schnittstelle für angenehme Wärme sorgen.

Konstruktive Lösung
Der Zubau ist als reiner Holzbau auf einer Stahlbetonbodenplatte konzipiert. Wandinnen- und Außenflächen sollten als Holzoberflächen erlebbar bleiben. Alle Installationen sollen zentral und einfach geführt werden um aufwendige Verkleidungen einzusparen. Der geplante Holzbau erfüllt im Besonderen die Anforderungen an die ökologischen Planungsvorgaben und aufgrund der geringen U-Werte einen besonders energieeffizienten Gebäudetyp. Der Holzbau soll einerseits außen durch natürlich gebeizte Holzverkleidungen und im Innenbereich durch den Einsatz von Sichtflächen in Holz erkennbar bleiben.